Alltagshilfen

Was ist beim Verkauf einer Immobilie zu beachten?

Wenn wir älter werden, wird das eigene Haus oft zu groß. Haben wir keine Kinder, die das Haus übernehmen möchten, bleibt oft nur der Verkauf. Dabei gibt es natürlich einiges zu beachten:

Experten empfehlen, bei Häusern auf dem Land und in nicht sehr gefragten Lagen mindestens 12 Monate einzuplanen. In Ballungsgebieten steigt die Nachfrage ständig. Hier sollten 6 Monate ausreichend sein.

 

Immobilienpreise

Wichtig ist es, immer einen realistischen Preis, plus einem kleinen Verhandlungsspielraum, anzugeben. Der Verkauf wird sich sonst schwierig gestalten. Oft überschätzen wir den Preis für unser Eigentum. Dinge, die wir liebevoll angelegt oder eingebaut haben, sind oft nichts mehr wert. Das tut zwar weh, ist aber leider so. Käufer interessieren sich eher für den Zustand der Technik, also für Elektro- und Wasserleitungen, Heizung, Dach und Fenster. Auf welchem Stand sind Küche und Bad. Ebenso wichtig sind Verkehrsanbindung, einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindergärten in der Nähe.

Sich umhören, für welche Preise gleichwertige Objekte verkauft wurden, ist immer gut. Ideal wäre es, das Haus von einem Sachverständigen schätzen zu lassen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 800 € aufwärts.

 

Mit Makler verkaufen

Am bequemsten ist es, einen Makler mit dem Verkauf des Objektes zu beauftragen. Gute Makler schätzen den angemessenen Verkaufspreis richtig ein. Er nimmt alles in die eigenen Hände, erstellt ein Exposé, schaltet Anzeigen, nimmt Kontakt mit den Inserenten auf und führt auch noch die Besichtigungen durch.

Bei Maklerverträgen gibt es Unterschiede:

  1. Der einfache Maklervertrag – Mit diesem Vertrag darf man auch andere Makler beauftragen oder das Haus selbst verkaufen.
  2. Der Alleinauftrag – Hier darf kein anderer Makler beauftragt werden, aber das Haus kann selbst verkauft werden.
  3. Der qualifizierte Alleinauftrag – Bei diesem Vertrag müssen alle Interessanten an den Makler weitergeleitet werden.

Immer prüfen, wie hoch die Provision ist und wer sie zahlt (Käufer, Verkäufer oder beide).

 

Selbst verkaufen

Natürlich kann man seine Immobilie auch selbst verkaufen. Hier ist zu beachten, dass eine normale Anzeige in den meisten Fällen nur noch in sehr gefragten Lagen ausreicht. Die meisten Interessenten suchen eh im Internet. Es gibt einige gute Portale für diesen Zweck im Netz.

Wichtig sind Fotos von allen Räumen. Dazu benötigt man eine Digitalkamera. Notwendig sind außerdem Scans oder Fotos der Grundrisse und ein Energieausweis.

Nie die genaue Adresse oder Außenaufnahmen ins Internet stellen, wenn man keine unangemeldeten Interessenten im Vorgarten haben möchte. Es reichen der Nachname, eine (extra dafür eingerichtete) E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, idealerweise vom Handy. In Großstädten klingelt das Telefon nach dem Erscheinen der Anzeige meist Sturm. Tipp: Wird es zu viel, Anrufbeantworter einschalten und bei Interesse zurückrufen.

In der Regel bekommt derjenige das Haus, der am meisten zahlt. Wenn gewollt ist, dass das geliebte Objekt in gute Hände kommt, wird man oft über Sympathie entscheiden. Trotzdem immer eine Finazierungsbestätigung der Bank zeigen lassen, den schließlich soll ja die Bezahlung sichergestellt sein.

Benötigte Unterlagen

Mit dem Verkauf beginnen sollte man erst, wenn alle Unterlagen beisammen sind. Das sind im Einzelnen:

  • Energieausweis (Pflicht bei Schaltung der Anzeige)
  • Grundbuchauszug, Flurkarte
  • Baugenehmigungen
  • Grund- und Aufrisse
  • Wohnflächenberechnung
  • Baubeschreibung
  • Nachweise über Wartungen, Reparaturen und Modernisierungen
  • Bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärungen, Protokolle der Eigentümerversammlungen

Nun wünsche ich allen, die vor dem Verkauf ihres Eigenheimes stehen, viel Glück.

Ein Kommentar

  • finn

    Echt gestalten muss man den Verkauf! Ganz treffend! Hab vom Opa eine Wohnung geerbt. Möchte auch Sanierungsarbeiten durchführen, um deren Wert etwas zu verbessern. Ist die Flurkarte für die Wohnung benötigt? Besten Dank für die Hinweise zu dem Verkauf! Befürchte aber, dass ich nicht so viel Zeit dazu habe.

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